Nav4AI
Zurück zum Blog

Kling 4.0 ist da: 30-Sekunden-Videos, 15 Referenzen und bis zu 10 Keyframes

Nav4AI Team
KI-News

Kuaishou zufolge ist Kling 4.0, das neue Videogenerierungsmodell von Kling AI, am 15. Oktober 2026 gestartet. Das Update soll nicht nur schärfere Bilder liefern: Kreative können längere Sequenzen planen, mehr visuelle Referenzen kombinieren und wichtige Momente sowie Kamerabewegungen genauer steuern.

Die angekündigten Funktionen deuten auf einen stärker inszenierten Arbeitsablauf hin. Statt für jeden kurzen Clip immer wieder den Prompt umzuschreiben, lassen sich Referenzen festlegen, Keyframes und Kamerafahrten planen und längere Erzählungen in einer Generation entwickeln.

Was ist neu in Kling 4.0?

Bis zu 30 Sekunden in einer Generation

Kling 4.0 kann Videos mit einer Länge von bis zu 30 Sekunden in einem Durchgang erzeugen. Laut Kuaishou wurde die Kontinuität bei schnellen Aktionen, großräumigen Bewegungen, Verfolgungsfahrten, Schwenks und Kamerakreisen verbessert. Längere Clips können einige Brüche und Sprünge vermeiden helfen, die beim Zusammensetzen mehrerer kurzer Generierungen entstehen – etwa bei Produktpräsentationen oder Szenen mit einem durchgehenden emotionalen Bogen.

Bis zu 15 Assets mit Omni Reference

Die erweiterte Omni Reference unterstützt bis zu 15 Referenz-Assets in einer Aufgabe, darunter Bilder, Videos, Motive und Stimmreferenzen. Angegeben sind höchstens 10 Bilder, fünf Videos mit insgesamt bis zu 30 Sekunden sowie sieben Motive. Damit lassen sich Aussehen einer Figur, Produktdetails, Schauspiel, Kamerasprache oder Stimme beeinflussen.

Die Referenzsteuerung soll visuelle Abweichungen zwischen Einstellungen verringern. Eine exakte Übereinstimmung ist damit nicht garantiert: Das Ergebnis hängt weiterhin von den Ausgangsmaterialien, dem Prompt und der Komplexität der Szene ab.

Bis zu 10 Keyframes

Bis zu 10 Keyframe-Bilder können wichtige Figurenzustände, Szenenwechsel und andere visuelle Höhepunkte festlegen. So lässt sich genauer bestimmen, wann bestimmte Bilder erscheinen – hilfreich für Storyboards, kurze Erzählungen und die Kontinuität von Actionszenen.

Verbesserungen bei Bild, Ton und Sprache

In den Startinformationen nennt Kuaishou eine Ausgabe mit bis zu 10-Bit-HDR, 4K und 1080p sowie ein ultrabreites 21:9-Format. Beim Ton hebt das Unternehmen Stereoausgabe und präziseres Lip-Sync hervor. Außerdem werden mehr Sprachen, Dialekte und Akzente unterstützt; mehrsprachiger Text, Logos und Emojis sollen bei Bewegungen stabiler bleiben.

Die Verfügbarkeit kann je nach Konto, Tarif und Einführungsphase variieren. In der früheren Vorstellung von Kling 4.0 waren Teile der HDR-Ausgabe noch als „demnächst“ angekündigt. Daher sollten Nutzer die Optionen im eigenen Konto prüfen.

Überarbeitete Erstellungsseite

Die neue Oberfläche bündelt Bild-, Video- und Audioreferenzen in einer Eingabe, bietet Raster- und Listenansichten und ermöglicht Vorschau, Bearbeitung und das Hinzufügen von Assets auf einer gemeinsamen Timeline. Ein neues Canvas mit Agent soll Materialien und Generierungsschritte übersichtlich organisieren.

Zwei Beiträge von Kreativen: Beispiele, keine offiziellen Benchmarks

Die beiden X-Beiträge zeigen mögliche Arbeitsabläufe und sollten als Tests von Kreativen gekennzeichnet werden – nicht als offizielle Demos oder standardisierte Vergleiche:

  • FoldingEnd A.I.: vier weitere Kling-4.0-Tests zeigt einen Laufsteg, ein Raumschiff über einem Wüstenmarkt, einen Geist am Hafen und eine Schlange, die Kaffee trinken will. Der Beitrag beschreibt Beispiele mit Referenzbild, Startbild und Text-zu-Video und enthält einige Prompts.
  • Zeto: Kling 4.0 Flash im Vergleich zu Seedance 2.5 beschreibt einen Vergleich mit 720p und 20 Sekunden, bei gleichem Prompt und Referenzbild, und nennt geschätzte Kosten in Yen. Die Preise sind Schätzungen des Autors; auch Testbedingungen und Modellversionen wurden von ihm festgelegt. Sie sind weder offizielle Preise noch ein allgemeines Leistungsurteil.

Nutzung der Videos: Dieser Artikel verlinkt auf die Originalbeiträge, damit Leser die Clips auf X ansehen können. Die Videos lassen sich im Browser abspielen, eine eindeutige Downloadmöglichkeit für die Originaldatei wird dort jedoch nicht angeboten. Vor einem erneuten Upload oder einer Bearbeitung für ein gehostetes Artikelvideo sollte die Erlaubnis der Urheber eingeholt und ihre Namensnennung berücksichtigt werden. Ein einzelnes Beispiel oder die Zahl der Interaktionen belegt keine generelle Überlegenheit bei allen Aufgaben.

Was bedeutet das für Kreative?

Kling 4.0 bündelt mehrere Steuerungsmöglichkeiten in einem Ablauf: Längere Generierungen tragen mehr Handlung, multimodale Referenzen helfen bei Figuren- und Stilkontinuität, Keyframes legen Erzählpunkte fest und gezielte Bearbeitungen können eine vollständige Neugenerierung vermeiden.

Das könnte bei Kurzfilmen, Werbung und Social-Media-Inhalten helfen, bei denen sowohl Konsistenz als auch schnelle Änderungen wichtig sind. Der tatsächliche Zeitgewinn hängt jedoch von Zuverlässigkeit, Wartezeiten, Credit-Kosten und der Qualität des bearbeiteten Ergebnisses ab. Ein Datenblatt allein reicht für ein Urteil nicht aus.

Fazit

Kling 4.0 ist am 15. Oktober 2026 gestartet. Zu den Neuerungen zählen Videos mit bis zu 30 Sekunden pro Generierung, bis zu 15 Referenz-Assets und bis zu 10 Keyframes sowie Verbesserungen bei Bewegung, Audio und Erstellungsoberfläche. Besonders relevant ist, wie viel stärker sich Referenzen und Erzählzeitpunkte steuern lassen – über das wiederholte Anpassen von Prompts hinaus.

Für Teams, die zusammenhängende Einstellungen, Figuren-Kurzfilme oder Werbung mit mehreren Szenen produzieren, lohnt sich ein Test. HDR-Verfügbarkeit, Kontolimits und tatsächliche Kosten sollten weiterhin direkt im Produkt geprüft werden. Community-Beiträge sind Beispiele; für die Wiederverwendung ihrer Videodateien ist eine Genehmigung nötig.


Quellen

Kling 4.0 startet mit 30-Sekunden-Videos und 15 Referenzen | Nav4AI